Radtour von Krakow bis nach Zittau an der polnisch/slowakischen und an der polnisch/tschechischen Grenze entlang

2002-Start

Seit 2007 konnte ich nun keine Radtour mehr unternehmen. Dies hat mehrere Gründe. Zum Ersten bin seit Mai 2007 nicht mehr Solo, deshalb trat des Radfahren etwas in den Hintergrund. Zum Zweiten wurden meine Probleme mit meinem rechten Knie immer schlimmer. Zeitweise war an Radfahren überhaupt nicht mehr zu denken. Im Oktober 2010 musste ich mich dann einer Arthroskopie unterziehen. Nach der Operation und der Genesung begann ich ein Training im Fitnessstudio mit dem Ziel im April 2011 den Spreewaldmarathon (200 km) zu absolvieren. Da ich diese Strecke vollkommen schmerzfrei mit meinem Rennrad fahren konnte, bin ich dann auch noch im Juni mit zur Vätternrundan angetreten (300 km). Mit An- und Abfahrt zu Start und Ziel waren es dann 340 km am Stück, die wir dann zurückgelegt hatten,ohne größere Probleme mit meinem Knie. Seit Januar 2012 habe ich nun einen neuen Job. Mein Arbeitsweg hat sich dadurch drastisch verkürzt und von April bis November legte ich diese Strecke hauptsächlich dem Rad zurück, was meiner Fitness natürlich zu gute kommt. Mit Bärbel hatte ich am Anfang unserer Beziehung geklärt, dass ich ab und zu eine längere Radtour unternehmen kann, da sie zwar mit mir Radfahren möchte, aber nicht mit Gepäck und Zelt. Im Januar 2012 wollten mein Bruder, seine Frau, Bärbel und ich einen Urlaub mit einem Campervan in Neuseeland unternehmen, aber im November 2011 bekam Bärbel Knieprobleme. Aufgrund der Erkrankung wurde der Urlaub dann auf dieses Jahr verschoben. Nun war der Weg frei, um einen Urlaub auf meinem geliebten Drahtesel zu verbringen. 14 Tage hatte ich zur Verfügung, um eine schöne Radtour zu planen. Das Ziel, oder besser gesagt, der Weg war schnell gefunden. Ich wollte in Kraków starten und erst den Dunajec-Radweg befahren und dann an der polnisch/slowakischen Grenze und an der polnisch/tschechischen Grenze, über das Riesengebirge und den Elberadweg nach Dresden fahren. Mein Freund Frank konnte leider nicht mitkommen, aber mein Bruder Olaf war sofort mit bei der Sache. Eine Herausforderung war es einmal mehr, eine vernünftige Zugverbindung nach Kraków zu finden. Ich wollte nicht all zu viel Zeit verlieren und da wir am Sonnabend, den 09.06. gemeinsam den Geburtstag meiner Mutter gefeiert hatten, konnten wir erst am Sonntagnachmittag starten. Die schnellste Verbindung war von Dresden über Wrocław und Katowice nach Kraków. Da hätten wir aber in Katowice von Montag früh um 1:00 Uhr bis 5:00 Uhr auf dem Bahnhof verbringen müssen, das wollten wir alle beide nicht. Auch von Prag gibt es eine Direktverbindung nach Kraków, aaaaber! Laut Aussage der Bahnmitarbeiterin am Kartenschalter, hätte ich zwar die Zugfahrt, mit Schlafwagen, buchen können, aber die Reservierung für die Fahrräder war nicht möglich. Der Zug wäre ideal gewesen, Sonntagabend ab Prag und gegen 6:00 Uhr Montagmorgen in Kraków. Aber ohne Zusage der Radmitnahme zu unsicher und außerdem fährt ab Dresden nur ein Zug nach Prag, bei dem man die Räder mitnehmen kann und der fährt vormittags. Somit fiel diese Variante aus. Jetzt blieb uns nur die Option von Dresden über Wrocław und Warszawa nach Kraków. Von Wrozław bis Warszawa wollten wir im Schlafwagen verbringen. Gegen 8:00 Uhr am Montag fuhr dann der Zug nach Kraków. Wir wären dann gegen 11:00 Uhr am Ziel. So hätten wir dann noch einen halben Tag für die Stadt, das ist nicht viel, aber ich war ja schon zwei mal hier. So sollte es ausreichend Zeit sein für eine kleine Besichtigungstour. Also wurde diese Variante für gut befunden und auch so die Fahrkarten gekauft. Wie unsere Reise so war, welche Überraschungen wir erlebten, was uns auf den Straßen unserer Nachbarn so erwartete, sollen euch die nächsten Seiten berichten. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen. 

Wenn ihr Fragen zu der Radreise habt, mir Anregungen oder Hinweise geben wollt, dann sendet mir doch einfach eine Nachricht über das untenstehende Formular. Aber auch über Lob oder Kritik würde ich mich freuen.